Lesbischer Sex unabhängig patriarchaler Befriedigung
Der Band verhandelt lesbischen Sex nicht als Nische oder Abweichung, sondern als eigenständige Praxis von Befriedigung, die sich den gängigen, oft patriarchal geprägten Erwartungshorizonten entzieht. Im Zentrum steht die Frage, wie sexuelles Begehren, Lust und Selbstbestimmung beschrieben und gelebt werden können, ohne sich an heteronormativen Skripten auszurichten. Dabei wird auch die Rolle von Pornografie als kulturellem Deutungs- und Bildraum kritisch reflektiert: Welche Vorstellungen werden reproduziert, welche Möglichkeiten verdeckt – und welche alternativen Perspektiven eröffnen sich, wenn lesbische Sexualität aus der Logik externer Bestätigung gelöst gedacht wird.
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Diese Arbeit untersucht, wie lesbischer Sex in der Pornografie sichtbar gemacht wird, welche ästhetischen Codes dabei wirksam sind und in welchem Maß sich queerfeministische Produktionen von etablierten, häufig männlich dominierten Lustbildern absetzen. Im Ausgangspunkt steht ein zentrales Spannungsfeld: Pornografie gilt einerseits als Medium der Objektivierung und der Reproduktion hierarchischer Geschlechterordnungen, andererseits als Ort sexpositiver Selbstermächtigung und als Möglichkeit, Sexualität jenseits sozialer Normierung auszudrücken.
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Im Fokus der Analyse steht die Darstellung weiblicher Homosexualität innerhalb einer queerfeministischen Pornobewegung. Am konkreten Beispiel von Sadie Lunes The MILF Next Door wird herausgearbeitet, wie Inszenierungen von Lust, Begehren und (Selbst-)Befriedigung gestaltet werden und welche politischen Bedeutungen mit solchen Darstellungsweisen verknüpft sind. Dabei wird nicht nur gefragt, was gezeigt wird, sondern nach welchen Regeln pornografische Repräsentation funktioniert – und wie bewusst mit Sehgewohnheiten, Leitmotiven und Machtasymmetrien gebrochen wird.
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Methodisch bewegt sich die Untersuchung im Vergleich zwischen Mainstreamdarstellungen und queerfeministischen Gegenentwürfen. Dadurch werden die zugrunde liegenden Normen – etwa heteronormative Skripte, Hierarchien zwischen Akteur:innen und die Strukturierung von Lust als „Zielerreichung“ – sichtbar und kritisierbar. Der Blick auf Befriedigung ist dabei nicht als rein biologischer Endpunkt angelegt, sondern als kulturell gerahmte Erfahrung: Welche Formen von Erregung gelten als „lesbar“, welche Körper und Praktiken werden anerkannt, und welche Möglichkeiten eröffnet eine Perspektive, die lesbische Sexualität nicht über patriarchale Erwartungshorizonte definiert.
Als Bachelorarbeit (Universität Bayreuth) verbindet der Band medien- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen mit einer fallbasierten Analyse und richtet sich an Leser:innen, die sich für queerfeministische Debatten, Repräsentationskritik und die gesellschaftliche Funktion von Pornografie interessieren – insbesondere dort, wo es um lesbischen Sex, Lustpolitik und Selbstbestimmung geht.
| Auflage | 1 |
|---|---|
| EAN | 9783863762681 |
| ISBN | 978-3-86376-268-1 |
| Titel | Lesbischer Sex unabhängig patriarchaler Befriedigung |
| Kurztitel | Lesbischer Sex unabhängig patriarchaler Befriedigung |
| Untertitel | Zur Darstellung und Repräsentation weiblicher Homosexualität in der queerfeministischen Pornografie |
| Autor | |
| Organisation | Universität Bayreuth |
| Gutachter | |
| Erscheinungsdatum | 15.01.2021 |
| Erscheinungsjahr | 2021 |
| Verlag | |
| Ausgabeart | Softcover |
| Sprache | deutsch |
| Seiten | 80 |
| Medium | Buch |
| Produkttyp | Bachelorarbeit |
| ISNI | |
| ISNI | Fabienne Woelki (Autor): 0000-0005-1601-333X |
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