Gewerkschaften in Bewegung

Revitalisierung des politischen Mandats und Bündnisse mit sozialen Bewegungen
Optimus, 1. Auflage 2008, 95 Seiten

Die Arbeit untersucht die strategischen Handlungsmöglichkeiten von Gewerkschaften vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen im Verhältnis von Arbeit und Kapital. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Gewerkschaften zukünftig positionieren können – als pragmatische Modernisierungsbegleiter, als auf Tarif- und Betriebspolitik fokussierte Dienstleistungsorganisationen oder in alternativen Rollen. Die Analyse diskutiert verschiedene Modelle gewerkschaftlicher Ausrichtung und beleuchtet deren Konsequenzen für Selbstverständnis, Machtressourcen und gesellschaftliche Funktion.

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Gewerkschaften stehen im Zentrum einer theoriegeleiteten Analyse, die organisatorischen Wandel, veränderte Machtressourcen und institutionelle Einbettungen systematisch zusammenführt. Ausgehend von einem strategischen Scheidepunkt werden Entwicklungsoptionen rekonstruiert: korporatistische Kooperation mit Staat und Wirtschaft, eine dienstleistungsorientierte Mitgliederpolitik mit Fokus auf Tarif- und Betriebsebene sowie eine politisch erweiterte Rolle, die durch Bündnisse mit sozialen Bewegungen Reichweite und Deutungsmacht stärkt. Im Vordergrund steht die Frage, unter welchen Bedingungen Revitalisierung gelingt, ohne die verlässliche Wahrnehmung betrieblicher und tariflicher Kernaufgaben zu schwächen.

Analytisch arbeitet die Studie mit klaren Vergleichskategorien – institutionelle Verankerung, Ressourcenbasis, Mobilisierungsfähigkeit, Koalitionsstabilität – und leitet daraus Entscheidungskriterien ab: Welche Kommunikations- und Beteiligungsformate erhöhen Bindung und Beteiligung? Wie lassen sich betriebliche Praktiken mit langfristigen Transformationszielen kompatibilisieren? Wo erzeugen Allianzen tatsächliche Handlungskapazität und wo verbleiben sie symbolisch? Methodisch verbindet der Text präzise Begriffsarbeit mit einer strukturierten Auswertung einschlägiger Forschungsergebnisse und Fallbeispiele; die Spannung zwischen Nähe zu staatlichen und wirtschaftlichen Akteuren einerseits und autonomer Interessenvertretung andererseits wird nicht normativ aufgelöst, sondern als empirischer Trade-off transparent gemacht.

Der Ertrag ist ein heuristischer Bezugsrahmen, mit dem Organisationen Prioritäten setzen, Maßnahmen sequenzieren und Wirkungen evaluieren können – von Mitgliederbindung und Tarifpolitik über öffentliche Positionierung bis zu koalitionsfähigen Strategien jenseits kurzfristiger Verteilungsfragen. Adressiert werden Arbeits-, Industrie- und Bewegungssoziologie ebenso wie Verantwortliche in Verbänden und Betrieben; die Darstellung bleibt wissenschaftlich nüchtern, empirisch anschlussfähig und konsequent auf Entscheidungsrelevanz ausgerichtet.

Auflage

1

Titel

Gewerkschaften in Bewegung

Untertitel

Revitalisierung des politischen Mandats und Bündnisse mit sozialen Bewegungen

Autor

Erscheinungsdatum

23.10.2008

Erscheinungsjahr

2008

Verlag

Ausgabeart

Softcover

Sprache

deutsch

Seiten

95

Medium Buch
Produkttyp

Diplomarbeit

Herstellerinformationen

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